Marbach und das Bottwartal

Kurzum: Genuss für alle Sinne!

Hoch über dem Neckar thront die Schillerstadt Marbach mit ihren Fachwerkhäusern und Holdergassen, dem ehemaligen Viertel der Weingärtner und Bauern. Inmitten der denkmalgeschützten Altstadt steht Schillers Geburtshaus. Es zeigt Originale wie das Taufhäubchen, lässt die enge Wohnsituation der Familie erleben, und informiert multimedial über Schillerdenkmäler weltweit. Das Geburtshaus des zweiten großen Sohn der Stadt, des Ausnahme-Naturwissenschaftlers im 18. Jahrhundert Tobias Mayer, wird 2017 mit einem erweiterten Museumsbau wiedereröffnet.

Auf der Schillerhöhe zeigen die beiden Literaturmuseen Schätze der deutschsprachigen Literaturgeschichte: Das schlossgleiche Schiller-Nationalmuseum ist weithin sichtbarer „Pantheon der deutschen Literatur“ und widmet sich Friedrich Schiller und dem 18. und 19. Jahrhundert. Selten wurde ein Museumsneubau so einhellig gefeiert wie David Chipperfields mit dem Stirling Prize ausgezeichnetes Literaturmuseum der Moderne. Es zeigt kostbare Manuskripte wie Kafkas „Proceß“, Hesses „Steppenwolf“ und Schlinks „Vorleser“, und der Poesieautomat von Hans Magnus Enzensberger dichtet auf Knopfdruck. 

Zusammen mit dem Bottwartal steht Marbach für Literatur und Wein, wanderbare Landschaft und eine reiche Vergangenheit. Dichter und Denker, die Römer und sogar Urmenschen haben hier Spuren hinterlassen. Seit über 1000 Jahren wird Wein angebaut, den es bei Weinerlebnistouren, in rustikalen Besenwirtschaften oder bei traditionellen Weinfesten zu Probieren gibt.

Rad- und Wanderfreunde finden zwischen sanft hügeligen Weinbergen und Streuobstwiesen herrliche Strecken mit wundervollen Ausblicken. Tourenradler führt der Neckartal-Radweg, der Alb-Neckar-Weg, der Württemberger Weinradweg und der Radweg der Deutschen Fachwerkstraße in die von Burgen geprägte Landschaft. Auf dem Teilstück des Württemberger Weinwanderweges durch die Region inspiriert der „Wein-Lese-Weg“: Verse, Zitate und Briefauszüge teils großer Autoren, die dieses Fleckchen Erde zu schätzen wussten, bringen zum Nachdenken, Staunen und Schmunzeln.