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Gelungene Premiere der Citytour

„Staunen – Interesse – Begeisterung“, mit diesen Begriffen beschreibt die Marbacher Zeitung die Reaktionen der Teilnehmer bei der Citytour am 10. Juni mit den Gastgebern Die Schiller-Apotheke, Gelateria La Porta, ProOptik und Rathaus mit Bürgermeister Jan Trost.

Staunen – Interesse – Begeisterung: Mit diesen Begriffen wäre die erste Citytour Marbachs auf einen Nenner zu bringen. Zumindest, was die Reaktion der Teilnehmer betrifft. Die nämlich waren gleich bei der Premiere der neuesten Stadtmarketing-Idee „hin und weg“ von dem außerordentlichen Engagement der beteiligten Unternehmen und Arbeitgeber.

Überrascht war auch der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Simon Wurm. Er und seine Mitstreiter hätten nicht erwartet, dass das neue Angebot gleich zu Beginn so einschlägt. Und so stand am Freitagabend gleich die maximale Anzahl von „60 Fußgängern“ bereit, die sich vor dem Rathaus eingefunden hatten, um sich der Citytour anzuschließen. In vier Gruppen aufgeteilt, besuchten die Teilnehmer in versetzter Reihenfolge die vier Anbieter, die an dem Abend einen Blick hinter die Kulissen gewährten.

Dabei wurde rasch ersichtlich: egal welches Handwerk oder welche Dienstleistung den Einblick gewährte: Keiner der Beteiligten hätte zuvor vermutet, was sich hinter der jeweiligen Aufgabe und dem fertigen Produkt tatsächlich verbirgt. Nämlich unzählige Arbeitsschritte, Verordnungen, unerwartet hoher Personalaufwand oder auch schweißtreibende Prozesse.

So ist eine Kugel Eis schnell gegessen. Die Teilnehmer aber konnten sich am eigenen Leib vergewissern, wie anstrengend der Herstellungsprozess zart schmelzenden Eises sein kann. In der Eisküche von Familie Azevedo Sitte, die vor Kurzem die Gelateria La Porta übernommen hat, geht es nicht nur extrem hygienisch, sondern auch recht schweißtreibend zu. Am Beispiel der Sorte Waldbeere konnten die Gäste miterleben, wie schnell sich der Raum in eine Art Sauna verwandelt. Exakt dann, wenn aus der Beeren-Zucker-Mischung kühles Eis wird. Die Eismaschine, die mithilfe von Wasserkühlung arbeitet, gibt das so erhitzte Wasser ab und die Luftfeuchtigkeit steigt an. Als süße Abkühlung aber gab es im Anschluss daran für jeden Gast eine Kugel Eis nach Wahl.

Wer nicht wusste, was beispielsweise ein Pupillometer oder eine Refraktionseinheit ist, der hatte nach dem Besuch des Optikerladens Pro Optik einen Eindruck davon, was bei einer Augenuntersuchung gemacht wird und welche Geräte zum Einsatz kommen. Simon Wurm begrüßte die Besucher nicht nur mit einem Glas Sekt, er führte sie auch in die Werkstatt und demonstrierte, in welchen Schritten aus einem Mehrstärkenglas eine richtige Brille wird. Überrascht zeigten sich die Gäste von den präzisen Hightech-Maschinen, die dabei zum Einsatz kommen.

Mit einer Tüte Giveaways ging es schließlich ins Rathaus. Das Stadtoberhaupt ließ es sich bei dieser Gelegenheit nicht nehmen, auch seine Tür zu öffnen und in das Reich des Bürgermeisters zu führen. Im Büro von Jan Trost erfuhren die abendlichen Spaziergänger Wissenswertes über die allgemeine Stellung eines Schultes, seine Aufgaben, die vier Ämter, die ihm unterstellt sind und die derzeit wichtigsten Projekte in Marbach.

Dass der Verwaltungschef über mehr als 300 Mitarbeiter verfügt, dürfte den Zuhörern größtenteils noch nicht bewusst gewesen sein. Ich bin also Chef eines mittelständischen Unternehmens. In Marbach dem zweitgrößten nach Hainbuch“, erläuterte Jan Trost.

Große Augen machten die Tour-Mitglieder bei Sigrid Ensslin. Die Apothekerin war nicht nur bestens vorbereitet mit einer informativen PowerPoint-Präsentation. Zur Begrüßung gab es außerdem einen Magnesium-Shake und einen Ausflug in die „ureigensten pharmazeutischen Tätigkeiten“ des Berufsbildes. Dass die Medikamentenausgabe in der Schiller-Apotheke robotergesteuert abläuft, verblüffte die Anwesenden ebenso sehr wie das aufwendige und personalintensive Warenwirtschaftssystem.

Mit einer weiteren Überraschungstüte ging es zurück ins Rathaus: Dort erwartete Eberhard Hubrig die Gäste in einem heimelig zur Weinstube verwandelten Foyer mit einladend geschmückten Tischen zum Ständerling.

(c) Marbacher Zeitung